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2.700 Fahrten im Blick

Bei täglich rund 2.700 Zugfahrten allein bei DB Regio NRW können selbst kleine Störungen schnell zu größeren Problemen führen. Dass auf den Schienen im Bundesland dennoch alles rund läuft, dafür sorgen die Mitarbeiter der Duisburger Transportleitung von DB Regio NRW – Tag und Nacht.

Europaweite Ausschreibungen haben in den vergangenen Jahren eine hohe Betreibervielfalt auf die Schienen in Nordrhein-Westfalen gebracht. Die Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) sind für den Transport von täglich rund 2,4 Millionen Fahrgästen verantwortlich, Tendenz steigend. Um den eng vertakteten Verkehr zu koordinieren, ist oft in kürzester Zeit ein hohes Maß an Abstimmung zwischen den verschiedenen Unternehmen notwendig. Die Mitarbeiter der Duisburger Transportleitung von DB Regio NRW halten für die DB Regio- Züge die Fäden in der Hand – knapp 50 Verkehrsdisponenten arbeiten rund um die Uhr in mehreren Schichten, damit ein reibungsloser Betrieb gewährleistet werden kann.

Notfallkonzept

Ob spielende Kinder auf den Gleisen, ein umgestürzter Baum oder eine Türstörung, die Gründe für Probleme im SPNV sind vielseitig. Das weiß auch Dirk Staymann, der Leiter der Transportleitung: „Neben technischen Pannen gibt es natürlich auch externe Einflüsse. Viele Störfaktoren können wir nicht verhindern, weil sie außerhalb des Systems Bahn liegen.“ Gerade deshalb sei es wichtig, auf bestimmte wiederkehrende Situationen bestmöglich vorbereitet zu sein. Bereits vorgefertigte Notfall- und Störkonzepte helfen dabei, schnelle Entscheidungen und Abstimmungen treffen zu können.

Fahrgast an erster Stelle

„In jeder Problemlage haben wir vor allem die Situation der Fahrgäste im Blick“, so Staymann weiter. „Wir haben Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen an Bord, etwa Eltern mit Kleinkindern oder mobilitätseingeschränkte Reisende, für die wir spezielle Maßnahmen ergreifen müssen, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.“ Zu den Aufgaben der Verkehrsdisponenten gehören darum unter anderem die Fahrgastinformation, die Organisation von Ersatzfahrzeugen sowie die konsequente Absprache mit Triebfahrzeugführern und anderen Beteiligten. Staymann betont: „Teamwork wird in der Transportleitung großgeschrieben – sonst würde nichts funktionieren.“

 

Bild: © www.wir-machen-das.nrw