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Bahnerlebnis mit spektakulärem Ausblick

Eine Reise mit der Bahn kann völlig neue Perspektiven eröffnen: Die Abellio-Züge der Linie S7 überqueren auf ihrer Strecke zwischen Wuppertal und Solingen ein ganz besonderes Bauwerk – die Müngstener Brücke. Als höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands bietet sie eine imposante Sicht über das Bergische Land. Am Fuße des Bauwerks lädt der Brückenpark Ausflügler zu ausgedehnten Erkundungstouren ein.

Leise rollt die S7 durch einen waldigen Streckenabschnitt. Dann öffnet sich das Panorama ganz unvermittelt und erlaubt Fahrgästen einen beeindruckenden Ausblick über ausgedehnte Hügel, während sich unten im Tal sanft die Wupper schlängelt. Dieser Streckenabschnitt zwischen den Stationen Remscheid-Güldenwerth und Solingen-Schaberg ist eine kleine Sensation: Der Zug passiert gerade die 107 Meter hohe Müngstener Brücke.

Die zwischen 1893 und 1897 errichtete Stahlkonstruktion mit ihren sechs Pfeilern verbindet die Städte Remscheid und Solingen auf einer Gesamtlänge von 465 Metern. Sie reduziert die ursprüngliche Schienendistanz von 42 Kilometern und hat somit eine erhebliche verkehrstechnische Bedeutung. Für den Bau der historischen Bogenbrücke wurden insgesamt 5.000 Tonnen Stahlprofile verwendet und 950.000 Nieten eingeschlagen. „Der Legende nach soll der letzte Niet übrigens aus purem Gold gewesen sein, gefunden wurde er bislang aber noch nicht“, verrät Triebfahrzeugführer Ulli Honrath, der die Müngstener Brücke mit der S7 mehrmals jeden Tag überquert.

Fahrt über den Wolken

Die Strecke wird tagtäglich von zahlreichen Pendlern befahren, viele Reisende nutzen die Linie auch ganz gezielt, um Fotos zu schießen. Doch die Fahrt über das historische Bauwerk ist nicht nur für Fahrgäste ein Erlebnis: „Wenn man die Brücke morgens bei schönem Wetter überquert und es noch leicht diesig ist, fährt man tatsächlich über den Wolken. Besonders toll ist das bei Sonnenaufgang“, schwärmt auch Ulli Honrath. Höhenangst? Fehlanzeige! Der Remscheider genießt lieber die Aussicht.

Brückenpark mit einzigartiger Schwebefähre

Aber nicht nur diese lohnt sich, auch das Gelände im Tal ist einen Ausflug wert: Zu beiden Seiten der Brücke erstreckt sich der Brückenpark mit Liegeflächen, Wanderwegen und Aussichtsmöglichkeiten. Er ist ab der Station Solingen-Schaberg über einen Fußweg erreichbar. Und wer dort nach einer ausgiebigen Entdeckungstour Lust auf eine Erfrischung verspürt, kann sich in der Gastronomie des Haus Müngsten am Eingang des Brückenparks stärken. Für das rundum perfekte Ausflugsvergnügen hat Ulli Honrath noch einen ganz besonderen Tipp parat: „Ich empfehle eine Fahrt mit der Schwebefähre über die Wupper. Sie wird wie eine Draisine mit Muskelkraft angetrieben. Zehn Personen inklusive Fahrräder, Kinderwagen oder Rollstühle finden darauf bequem Platz.“

 

Bild: © Abellio Rail NRW