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#4 - Willkommen an Bord

Lokführer Marcus spricht über die Chancen eines Quereinsteigers und neue Lebensqualität

Einfach mal trauen, einfach mal machen: Seine Umschulung zum Lokführer brachte Marcus auf einen neuen Berufsweg und ihm – wie er selber sagt – seine Lebensqualität zurück. Wie gut der Quereinstieg in die Bahnbranche funktionieren kann, beschreibt er in der vierten Folge von Cockpit-Karaoke.

 

 

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Fragen & Antworten

Wenn du dich für den Beruf als Lokführer/in interessierst, findest du auf der Jobkarte mit wenigen Klicks den passenden Job für dich. Alle offenen Stellen der Eisenbahnverkehrsunternehmen in NRW sind hier auf einen Blick gebündelt und lassen sich nach Berufsfeld und Berufserfahrung filtern.

Quereinsteiger haben ursprünglich einen anderen Beruf erlernt und dann zum Lokführer bzw. zur Lokführerin umgeschult. Für einen Quereinstieg bieten die Bahnen in NRW verschiedene, kostenlose Umschulungsprogramme an. Die Umschulungen dauern zwischen 9 und 11 Monaten. Die Stellen für Quereinsteiger werden wie jede andere Stelle auch öffentlich ausgeschrieben.

Quereinsteiger müssen immer eine erste, abgeschlossene Berufsausbildung haben. Dabei spielt der ursprünglich erlernte Beruf keine Rolle, ein Quereinstieg ist aus jeder Branche möglich. Die wichtigste Voraussetzung ist die Leidenschaft für die Bahn und den Schienenverkehr– und eine grundsätzliche Bereitschaft zum Schichtdienst.

Für viele Quereinsteiger wird bereits die Umschulung vergütet, d.h. sie bekommen vom ersten Tag an ein festes Gehalt nach Tarifvertrag. Einige Umschüler sind auch in Maßnahmen der Agentur für Arbeit und finanzieren sich über einen Bildungsgutschein, oder sie erhalten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und zur beruflichen Rehabilitation bei der Rentenversicherung.

Angehende Lokführer üben während ihrer Ausbildung oder Umschulung zunächst in Lerngruppen am Fahrtrainer und später auf sich allein gestellt im Fahrsimulator. Wie in einem echten Cockpit müssen sie hier den Zug durch Extremwetterlagen fahren oder auf Notfälle reagieren. Am Ende einer Umschulung stehen 40 reguläre Arbeitsschichten, bei denen sie bereits im Cockpit stehen und in Begleitung eines Ausbildungslokführers den Zug fahren.

Während ihrer gesamten Ausbildung werden die angehenden Lokführer auf ihre erste Fahrt alleine vorbereitet. Neben den begleiteten Schichten trainieren sie im Fahrsimulator auch extreme Ausnahmefälle, etwa einen Ast in der Oberleitung, rutschige Schienen oder einen brennenden Zug. Zudem können sie über Funk oder Diensthandy immer schnell Kontakt zur Leitstelle aufnehmen. Das gibt Sicherheit für die erste Fahrt alleine.

Lokführer arbeiten im sogenannten Wechselschichtdienst, sie fahren Früh-, Spät- und Nachtschichten und das auch an Wochenenden und Feiertagen. Zur konkreten Schichtplangestaltung gibt es rund 30 tarifvertragliche Regelungen. Da ist zum Beispiel festgelegt, dass Lokführer monatlich mindestens ein freies Wochenende haben müssen. Die konkrete Schichtplangestaltung erfolgt bei den Bahnen vor Ort. Dabei werden persönliche Wünsche oder auch familiäre Verpflichtungen ebenso berücksichtigt wie die betrieblichen Notwendigkeiten. So gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Modellen, die sich bei den Bahnen in NRW etabliert haben: angefangen beim klassischen rollierenden Einsatzplan, über Schichtfensterpläne bis hin zu integrierten Einsatzplänen, in denen auch die Urlaubs- und Krankenvertretung bereits vorgesehen sind.

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