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#5 - Blind Date

Ausbilderin Nadia über Frauen in Führungspositionen und die Motivation, wenn man als Lokführer/in umschult.

Frauenpower im Cockpit: Ausbildungskoordinatorin Nadia zeigt, dass die Bahnen in NRW tolle Karrierewege bieten. In der neusten Episode von Cockpit Karaoke verrät sie, welche Voraussetzungen insbesondere Quereinsteiger mitbringen sollten. Denn eins ist ganz sicher: Die Umschulung als Lokführer/in ist kein Zuckerschlecken. Da muss das Lernen auch nach der Schule viel Spaß machen.

 

 

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Fragen & Antworten

Wenn du dich für den Beruf als Lokführer/in interessierst, findest du auf der Jobkarte mit wenigen Klicks den passenden Job für dich. Alle offenen Stellen der Eisenbahnverkehrsunternehmen in NRW sind hier auf einen Blick gebündelt und lassen sich nach Berufsfeld und Berufserfahrung filtern.

Die Überraschungsbesuche bei Cockpit-Karaoke sind reine Fiktion. Ein Lokführer fährt immer allein – es sei denn, er wird gerade von einem Ausbildungslokführer begleitet. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, sind Mitfahrten im Führerstand während einer Fahrt verboten. Für die Sicherheit der Lokführer im Führerstand sorgt unter anderem eine Fußtaste, die im Eisenbahner-Jargon auch „Totmann-Knopf“ genannt wird. Die muss ein Lokführer während seiner Fahrt alle 30 Sekunden drücken bzw. loslassen. Tut er dies nicht, bremst der Zug automatisch bis zum Stillstand ab.

Die Abellio GmbH gehört zu den sogenannten „Privatbahnen“ im deutschen Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Das Eisenbahnverkehrsunternehmen ist die deutsche Tochter der niederländischen Abellio Transport Holding B.V. In Nordrhein-Westfalen betreibt Abellio Rail NRW die Linien RB 35, RE 19 und RE 19a im Niederrhein-Netz, außerdem die S2, S3, S9, RB 32, RB 40 und RE 49 im Netz der S-Bahn Rhein-Ruhr sowie die Linie RE 11 im RRX-Vorlaufbetrieb. Ab Juni 2020 wird Abellio neben der Linie RE 11 (RRX) auch die Linie RE 1 (RRX) übernehmen. Abellio ist Partner der Gemeinschaftsinitiative Fokus Bahn NRW.

Die Umschulung dauert circa 9 bis 10 Monate und lässt sich in zwei Teile gliedern: Es gibt einen sechsmonatigen theoretischen Teil, der von Praxisphasen ergänzt wird. In diesem Teil lernen die Anwärter alles, was sie zum Fahren draußen benötigen. Da wird zum einen Basiswissen über Bahnhöfe, Züge und Technik vermittelt, zum anderen finden Fahrübungen im Fahrtrainer und im Simulator statt. Daran schließt sich die fahrpraktische Ausbildung an: Die Anwärter lernen ihr späteres Triebfahrzeug kennen, beschäftigten sich detailliert mit seinem Aufbau und wissen das Triebfahrzeug im Regel- und Störungsfall zu bedienen. Es folgt das Fahren unter Aufsicht: Für 40 Schichten bekommen die Anwärter einen Praxisvermittler bzw. Ausbildungslokführer zugeteilt, der das theoretische Wissen in der Praxis vermittelt.

Ob Extremwetterlagen, Feuer oder Personen im Gleis – Lokführer müssen solche Szenarien schnell einschätzen und entsprechend handeln können. Dafür gibt es Trainingsfahrten im Simulator. Hier üben nicht nur Auszubildende bzw. Umschüler/innen. Auch fertig ausgebildete Lokführer/innen mit langjähriger Erfahrung müssen mindestens einmal im Jahr zwei Übungsfahrten und eine überwachte Prüfungsfahrt absolvieren, damit sie für den Notfall erprobt sind.

Ausbildung und Umschulung als Lokführer/in finden bislang ausschließlich in Vollzeit statt. Die Bahnen in NRW prüfen zurzeit Möglichkeiten, ob sich eine Umschulung auch als Fernlehrgang via E-Learning realisieren lässt.

Die Umschulung für Lokführer/innen sieht verschiedene Lernkontrollen, Zwischenprüfungen und Abschlussprüfungen vor. Die erste zentrale Prüfung findet bereits nach sechs Wochen statt: Es handelt sich dabei um die sogenannte „Führerschein-Prüfung“. Wer die besteht, darf aber noch lange nicht fahren. Die Prüfung ist keine Fahrberechtigung, sondern Voraussetzung für die weitere Qualifizierung. Erst nach der Fahrzeugverwendungsprüfung dürfen Umschüler unter Anleitung ihres Ausbildungslokführers selbst einen Zug fahren. Insgesamt 40 begleitete Schichten müssen vor der Abschlussprüfung absolviert werden. Die beiden letzten Prüfungen beinhalten einen schriftlichen, einen mündlichen und einen fahrpraktischen Teil. Zum Bestehen sind mindestens 70 Prozent der zu erreichenden Punkte erforderlich. Dabei darf keine Frage so beantwortet werden, dass sich ein Sicherheitsrisiko ergibt. Andernfalls wird die Prüfung als „nicht bestanden“ gewertet. Eine nicht bestandene Prüfung kann zweimal wiederholt werden.

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