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Der NRW-Tarif auf Wachstumskurs

Der NRW-Tarif ermöglicht landesweite Fahrten durch die verschiedenen Verkehrsverbünde des Landes. Der aktuelle Tarifreport vom Kompetenzcenter Marketing NRW (KCM) mit Sitz in Köln belegt, dass dieses Angebot bei den Fahrgästen stark nachgefragt wird – und die Signale stehen weiter auf Wachstum.

Dank des NRW-Tarifs können die Menschen im Bundesland seit 2004 mit einem Ticket durch ganz Nordrhein-Westfalen fahren, selbst über Verbundgrenzen hinweg. Verantwortlich für die Angebote des NRW-Tarifs und die damit verbundene Kommunikation und Koordination ist das vom Land finanzierte Kompetenzcenter Marketing NRW (KCM), das beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) angesiedelt ist. Gemeinsam mit dem Verkehrsministerium und den Verkehrsverbünden entwickelt das KCM den NRW-Tarif kontinuierlich weiter, um für eine bessere Mobilität im Land zu sorgen. Diese Schritte werden jährlich im Tarifreport dokumentiert und veröffentlicht. Der im Herbst erschienene Tarifreport 2016/17 macht deutlich, wie sehr die Menschen im Land auf den NRW-Tarif bauen: Denn im vergangenen Jahr ist die Zahl der Fahrten von 36,2 Millionen auf 37,2 Millionen gestiegen – also um 2,7 Prozent. Verkehrsminister Hendrik Wüst spricht über die positive Entwicklung: „Die Ergebnisse zeigen, dass die Menschen einen einheitlichen Tarif aus einem Guss erwarten und dann auch nutzen. Der NRW-Tarif ist einfach zu verstehen und komfortabel in der Nutzung.“

Weitere Ausbaumöglichkeiten

Auch die Einführung des EinfachWeiterTickets Anfang 2017 spielte in der Ausgestaltung des NRW-Tarifs eine wichtige Rolle: Mit dem Fahrschein sind Erwachsene für 6,40 Euro pro Fahrt zwischen dem Aachener Verkehrsverbund (AVV), dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) mit allen Verkehrsmitteln in der 2. Klasse unterwegs – vorausgesetzt, sie besitzen bereits eine Zeitfahrkarte als Basis. Die zeitintensive Suche nach dem passenden Ticket für verbundübergreifende Fahrten fällt somit weg. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass das neue Angebot ein voller Erfolg ist: Im ersten Quartal 2017 wurden bereits 187.000 EinfachWeiterTickets verkauft. Mit weiteren Maßnahmen wollen die Verantwortlichen den NRW-Tarif auch in Zukunft vereinfachen – der nächste Schritt führt in Richtung Digitalisierung. Hierbei sehen KCM und Verkehrsministerium etwa die Möglichkeit eines eTarifs, der Fahrgästen über mobile Endgeräte einen verbesserten und vereinfachten Zugang zum System ermöglicht. „Ziel muss es sein, dass der Fahrgast mit nur einer App Züge, Busse, Car-und Bike-Sharing-Angebote nutzen und auch gleich bezahlen kann“, forderte Verkehrsminister Wüst. Für die Zukunft stehen also noch einige Möglichkeiten offen.