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Die Zukunft der Mobilität

Für viele Experten ist das Bild unserer künftigen Mobilität bereits klar gezeichnet: Es besticht nicht länger durch ein „entweder oder“, sondern durch ein „und“.

Stellen Sie sich vor, Sie sind auf dem Weg zur Arbeit und fahren morgens bei schönem Wetter mit dem Fahrrad zum Bahnhof. Sie stellen es dort ab und treten die weitere Reise mit der Bahn an. Nach einem anstrengenden Tag kommen Sie abends mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an Ihrem Heimbahnhof an und es regnet in Strömen. Daher entscheiden Sie sich kurzfristig, den Leihwagen für das letzte Stück Ihrer Reise zu nutzen. Als Schlüssel dient Ihr Ticket, mit dem Sie auch Busse und Bahnen nutzen. Der Betrag für die Fahrt wird im Nachhinein bequem von Ihrem Konto abgebucht.

Dieses Szenario hört sich für Sie nach lauter Zukunftsmusik an? Keineswegs, denn der flexiblen Kombination verschiedener Verkehrsmittel gehört die Zukunft, bestätigen Mobilitätsforscher. Und sie gehört bereits heute zur Realität, denn es entstehen auch in Nordrhein-Westfalen immer mehr sogenannte Mobilstationen.

Die fachmännische Definition der Mobilstationen ist ziemlich wenig statisch: „Mobilstationen fördern als Teil eines kommunalen oder regionalen Mobilitätskonzepts und -managements ein inter- und multimodales Verkehrsverhalten. Sie dienen als sichtbare Verknüpfungspunkte und Schnittstellen des Umweltverbundes mit systemischer Vernetzung mehrerer Verkehrsmittel in direkter räumlicher Verbindung.“

Das heißt nichts anderes, als dass an zentralen Punkten, beispielsweise an Bahnhöfen, mehrere Verkehrsmittel miteinander verknüpft werden. Also zum Beispiel CarSharing und BikeSharing mit dem öffentlichen Nahverkehrsangebot.

Die Mobilstation vernetzt nicht nur die Angebote, sondern dient darüber hinaus auch als Informations- und Serviceplattform. Reisende erhalten an den Stationen sämtliche Informationen, die sie für ihren Reiseweg benötigen, sowie gezielte Vorschläge zur Kombination der Verkehrsträger. Der Zugang zu den Systemen ist über Smartphone-Apps oder Kundenkarten möglich.

Erste Mobilstation in Köln eröffnet

Auf dem Charles-de-Gaulle-Platz in unmittelbarer Nähe des Deutzer Bahnhofes wurde im April 2017 die erste umfassende Mobilstation der Stadt Köln eröffnet. Mit direkter Anbindung an die S-Bahn gibt es hier CarSharing-Angebote, Parkplätze, die im Voraus per Ampido-App gebucht werden können, KVB-Leihfahrräder und die erste öffentliche E-Ladesäule der Rhein-Energie.

Weitere Mobilstationen gibt es in Bielefeld, Meschede und dem Kreis Steinfurt. Ziel ist der landesweite Aufbau gleichartiger Mobilstationen.

Hier gibt es weitere Informationen zum Thema.