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eurobahn übernimmt Teutoburger Wald-Netz

Die eurobahn, eine Marke des Verkehrsdienstleisters Keolis, übernimmt ab dem 10. Dezember die bisher von der WestfalenBahn bedienten Linien des Teutoburger Wald-Netzes.

Folgende fünf Linien gehören zum Teutoburger Wald-Netz:

RB 61 „Wiehengebirgs-Bahn“ (Bielefeld – Osnabrück – Hengelo),

RB 65 „Ems-Bahn“ (Münster – Rheine),

RB 66 „Teuto-Bahn“ (Osnabrück – Münster),

RB 72 „Ostwestfalen-Bahn“ (Herford – Paderborn) und

RE 78 „Porta-Express“ (Bielefeld – Minden – Nienburg).

Mit der Neuausschreibung des Netzes hat der zuständige Verkehrsverbund die Kapazitäten erhöht und somit das Fahrtenangebot verbessert. Zudem kommt der grenzüberschreitende Verkehr zwischen Hengelo in den Niederlanden und Bad Bentheim in Deutschland wieder ins Rollen, der 2013 aufgegeben worden war.

Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten zusammengefasst:

 

Fahrzeugflotte und Service

Die eurobahn wird 19 gebrauchte Triebwagen des Typs „FLIRT“ von der WestfalenBahn übernehmen. Die Fahrzeuge sind seit 2007 im Einsatz und werden bis Ende 2018 sukzessive umgebaut. Alle Tische und Kopfstützen werden ausgetauscht, die Polster erneuert. Ein neues Außendesign sowie der Einbau zusätzlicher Steckdosen, die Modernisierung des Video-Aufzeichnungssystems und die Vorrüstung eines WLAN-Systems bringen die Fahrzeuge auf den neuesten technischen Stand.

Außerdem kommen weitere acht FLIRT³-Fahrzeuge zwischen Bielefeld und Bad Bentheim zum Einsatz. Ab Mitte Januar 2018 wird die Strecke dann im grenzüberschreitenden Verkehr bis ins niederländische Hengelo verlängert. Grund für diese Verzögerung sind ausstehende amtliche Genehmigungen zur Inbetriebnahme der fabrikneuen Mehrsystemzüge. Sie werden für die Fahrten in die Niederlande eingesetzt, da in beiden Ländern unterschiedliche Bahnstromnetze vorzufinden sind. Die fünfteiligen Züge können bis zu 532 Passagiere befördern, 266 davon auf komfortablen Sitzplätzen. Im Bereich der ersten Klasse wurde das Platzangebot auf 24 Sitze erhöht. Zudem ist Platz für 24 Fahrräder pro Zug.

Keolis erhöht die Zugbegleitquote: Vor 19 Uhr sind 50 Prozent der Züge mit Zugbegleitpersonal besetzt. Nach 19 Uhr beträgt die Quote 100 Prozent.

 

Verbessertes Fahrplanangebot

Die RB 61 ist künftig im Stundentakt von Bielefeld nach Bad Bentheim und ab Mitte Januar bis ins niederländische Hengelo unterwegs. Mit der Erweiterung der Strecke in die benachbarten Niederlande ergibt sich für Fahrgäste erstmals die Gelegenheit, sowohl in Oldenzaal als auch in Hengelo auf niederländischen Anschluss-Linien umzusteigen.

Eine Ausweitung der Sitzplatzkapazitäten und mehr Fahrtenangebote sieht das Teutoburger Wald-Netz auch zwischen Osnabrück und Münster vor. Eine Neuheit: Die Fahrten der heutigen RB 68 „Emsaue-Bahn“ zwischen Münster und Rheine werden in die RB 65 „Ems-Bahn“ integriert. Die Linienbezeichnung RB 68 entfällt.

Auf der Linie des RE 78 werden zu Beginn der Übernahme bis zum Jahresende 2017 von Montag bis Freitag zwischen Nienburg und Minden Busse statt Züge eingesetzt. Auf den übrigen Strecken des Netzes, etwa auf der wichtigen Pendlerlinie RB 66 (Osnabrück – Münster), verkehrt die eurobahn planmäßig.

 

Wochenendverkehr wird ausgeweitet

Der RE 78 (Bielefeld – Minden – Nienburg) fährt ab dem 10. Dezember auch am Samstag und Sonntag zweistündlich bis Bielefeld. Durch die zusätzlichen Fahrten ergibt sich auf der Verbindung Bielefeld – Minden auch am Wochenende ein Halbstundentakt, gemeinsam mit den Fahrten des RE 6 (Düsseldorf – Bielefeld – Minden) und des RE 70 (Braunschweig – Minden – Bielefeld).

 

Übernahme der Mitarbeiter

Der Betreiberwechsel betrifft rund 95 Mitarbeiter der WestfalenBahn. Keolis hat sich dazu entschlossen, den Lokführern und Kundenbetreuern Planungssicherheit zu bieten und allen Betroffenen angeboten, sie zu übernehmen. Fast 100 Prozent der Mitarbeiter bestätigten den Wechsel im Dezember.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://twn.keolis.de.