Header Item

Fahrplanwechsel in NRW

Alle Jahre wieder steht der Fahrplanwechsel im deutschlandweiten Bahnverkehr an. Ab dem 9. Dezember 2018 gilt der neue Fahrplan für 2019. Im NRW-Regionalverkehr startet der sogenannte Vorlaufbetriebfür den Rhein-Ruhr-Express (RRX). Im Fernverkehr bekommt Nordrhein-Westfalen mehr ICE-4-Verbindungen.

 Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 wird ein weiterer Meilenstein für das Schienenprojekt Rhein-Ruhr-Express (RRX) gesetzt: Abellio Rail NRW übernimmt die Regionalexpress-Linie RE 11 zwischen Düsseldorf und Kassel und lässt die ersten,insgesamt 15 modernen RRX-Züge auf die Schiene. Im Juni 2019 sollen weitere RRX-Fahrzeugeauf der Linie RE 5 zwischen Koblenz und Wesel zum Einsatz kommen, die von National Express betrieben wird. Weitere Linien folgen ab Dezember 2019 die von Abellio und National Express betrieben werden. Dieser sogenannte RRX-Vorlaufbetrieb läuft, bis der Zielzustand in der Gleisinfrastruktur erreicht ist. Die Durchführung der dazu nötigen Planfeststellungsverfahren sowie die Realisierung der Baumaßnahmen im laufenden Betrieb wird noch einige Jahre dauern. Ziel ist, dass die modernen Regionalverkehrszüge zwischen Köln und Dortmund im15-Minuten-Takt fahren können, das wird aber noch Jahre dauern. Detaillierte Informationen dazu finden sich auf der RRX-Website.

Fahrplanänderungen im NRW-Regionalverkehr

Neuerungen, zusätzliche Fahrten und Taktverdichtungen im Regionalnahverkehr gibt es ab dem 9. Dezember im Nahverkehr Rheinland (NVR) auf nahezu allen Linien, beispielsweise im Abendverkehr auf den Regionalexpress-Linien RE 1 und RE 9 zwischen Köln und Aachen. Noch nicht zum Fahrplanwechsel, aber noch zu Anfang des neuen Fahrplanjahres startet auch der Maastricht-Aachen-Express (MAX). Bis die niederländischen FLIRT 3-Züge für Deutschland zugelassen sind, verkehren zwischen Aachen Hauptbahnhof und Heerlen noch Busse. Weitere Informationen dazu finden sich auf der NVR-Website sowie beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS).

In Westfalen müssen sich Pendler noch auf Baustellen und Einschränkungen einstellen, so auch auf der Senne-Bahn RB 74. Gleichzeitig gibt es auf vielen Regionalexpress-, Regionalbahn- und S-Bahnlinien Verbesserungen durch angepasste Taktzeiten und neue Durchbindungen, etwa auf der RE 17 Hagen – Kassel, der RB89 zwischen Paderborn-Münster oder der S 5 Paderborn-Hameln-Hannover Flughafen.

Mehr ICE-Verbindungen in NRW

Im Fernverkehr will die Deutsche Bahn mehr ICE-Verbindungen in Nordrhein-Westfalen anbieten. Auf der Schnellfahrstrecke Köln – Rhein/Main gibt es im neuen Fahrplanjahr unter anderem drei zusätzliche und damit bis zu 14 schnelle Direktverbindungen zwischen Köln und Stuttgart pro Tag und Richtung. Zudem sollen hier moderne ICE-4-Züge zum Einsatz kommen, die bisher nur zwischen Hamburg und München sowie zwischen Hamburg und Stuttgart fuhren. Auch die Fernverkehrsverbindungen von NRW nach Norddeutschland sollen komfortabler werden. Bisherige IC-Zugpaare werden auf moderne ICE umgestellt, sodass dann vier ICE pro Tag und Richtung zwischen Köln, Dortmund, Münster, Osnabrück, Bremen und Hamburg verkehren. Weiterhin fahren ab dem kommenden Jahr zwei Züge von Köln /Düsseldorf über Erfurt und Jena ins thüringische Gera. Auf der internationalen Verbindung Frankfurt/Main-Köln-Aachen-Brüssel sollen ab April 2019 die Züge im Zweistunden-Takt unterwegs sein. Über die Neuerungen im Fernverkehr Nordrhein-Westfalens informiert die Deutsche Bahn auf ihrer Website.

Informationen zum Fahrplanwechsel

Pendler sollten sich über mögliche Neuerungen und geänderte Fahrzeiten auf ihren Stammstrecken zusätzlich bei ihren Verkehrsunternehmen vor Ort, über Aushangfahrpläne und elektronische Auskunftssysteme informieren. Im kommunalen Nahverkehr mit Bussen, Straßen- und U-Bahnen findet der Fahrplanwechsel übrigens meistens erst am 6. Januar 2019 statt.

Bild: © shutterstock / Kzenon