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Fair reisen? Ja, bitte!

Im NRW-Nahverkehr auf der Schiene treffen täglich 2,4 Millionen Menschen aufeinander. Bei aller Unterschiedlichkeit haben die Fahrgäste ein gemeinsames Interesse: Entspannt und komfortabel von A nach B zu reisen. Doch was für den einen komfortabel ist, kann schnell die Grenzen eines anderen überschreiten. Dabei macht gegenseitige Rücksichtnahme die Bahnfahrt sehr viel angenehmer. Hier kommen die zehn wichtigsten Do’s und Don’ts für eine funktionierende Fahrgemeinschaft in der Bahn:

 

DO’S

Darf ich Ihnen meinen Platz anbieten?

Ein Lächeln macht den Tag gleich viel schöner, besonders im oft hektischen Bahnverkehr. Wie Sie garantiert eines bekommen? Bieten Sie Ihren Sitzplatz in der Bahn doch einfach älteren oder eingeschränkten Menschen und Schwangeren an.

 

Ausstieg vor Einstieg

Kaum hält der Zug am Bahnsteig, geht das Gedränge los. Um das zu vermeiden, lassen Sie nach der Einfahrt des Zuges erst einmal alle Fahrgäste ungehindert aussteigen. So hat jeder ausreichend Platz, und sicherer ist es obendrein.

 

Auf Kuschelkurs nur daheim

Kuscheln macht Spaß – mit vertrauten Personen. Ihr Sitznachbar hat seinen Platz sicher lieber ganz für sich alleine und freut sich bestimmt eher über ein wenig höfliche Distanz zu Ihnen und Ihrem Gepäck.

 

Kann ich Ihnen behilflich sein?

Schauen Sie sich beim Ein- und Aussteigen doch einfach mal aufmerksam um: Möglicherweise benötigt jemand Ihre Unterstützung. Auch während der Zugfahrt ist Ihre Achtsamkeit gefragt – Mitreisende in Not sind sicher dankbar für Ihre Hilfe.

 

Der will nur spielen!

Nicht jeder Mensch teilt Ihre Leidenschaft für Hunde: Mitreisende fühlen sich durch freundliche Avancen Ihres Vierbeiners möglicherweise bedrängt. Nehmen Sie Bella, Max und Co. im Zug deshalb lieber sicherheitshalber an die Leine.

 

DON’TS

Dauerbeschallung aus dem Smartphone

Nicht jeder Mitreisende interessiert sich für das neue YouTube-Video, Ihr Telefonat mit der Freundin oder den Song von Helene Fischer. Mit einem Kopfhörer können Sie Ihr akustisches Vergnügen ebenfalls genießen – und zwar ungeteilt.

 

Hier ist schon besetzt!

Der Platz am Fenster ist schon belegt. Und neben dem Fahrgast „sitzt“ … seine Tasche. Auch wenn natürlich jeder auf freundliche Nachfrage den Sitz frei räumen wird, höflicher ist es, den Platz gleich frei zu lassen.

 

Aus den Augen, aus dem Sinn

Wie praktisch, dass man seinen Abfall direkt auf den Boden des Zuges fallen oder beim Ausstieg liegen lassen kann. Aber möchten Sie gerne in den Müll anderer Mitreisenden treten? Sicherlich befindet sich ein Mülleimer in unmittelbarer Nähe.

 

Per Ellbogentaktik ans Ziel

Um schnell noch den Zug zu erwischen, ist die Augen-zu-und-durch-Taktik sehr beliebt: Mit ausgefahrenen Ellbogen durch die Menge hasten. Wetten, dass Sie mit einer freundlichen Anfrage ebenso zügig ans Ziel kommen?

 

Knoblauchinferno und Hopfenschikane

Nach Feierabend im Zug einen Döner verspeisen oder ein kaltes Bierchen genießen? Möglicherweise ist die Dame neben Ihnen aber kein Fan davon. Vielleicht wählen Sie für unterwegs lieber eine Verpflegung mit dezenterer Duftnote?