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Vom Surfbrett bis zum Schweinchen: Was du über Gepäck im Zug wissen musst

Ein Schwein in der Bahn? Da staunte die Zugbegleiterin von National Express nicht schlecht, als sie bei der Fahrkartenkontrolle plötzlich vor einer ausgewachsenen Sau stand. Aber ist die Mitnahme von Tieren überhaupt erlaubt? Und wie steht´s eigentlich mit Waschmaschinen, Sofas und Co.? Wir verraten, welche Art von Gepäck im Zug erlaubt ist.

Gepäckbestimmungen im Nahverkehr

Das Handgepäck muss in die Fächer über den Sitzen passen, Flüssigkeiten dürfen nur in 100ml-Flaschen transportiert werden und spitze oder entflammbare Gegenstände sind sowieso verboten: Was auf Flugreisen mitgenommen werden darf und was nicht, ist weithin bekannt. In anderen öffentlichen Transportmitteln nehmen es viele Reisende mit den Gepäckbestimmungen allerdings nicht ganz so genau. Und das führt vor allem auf den Schienen in NRW zu so manch kurioser Situation. Von aufgeblasenen Schlauchbooten über Autoreifen bis hin zu Gefrierschränken und Surfbrettern – die Liste an blinden Passagieren ist lang. Dabei gibt es auch im Nahverkehr ein paar Regeln zu beachten.

Was darf mit und was muss draußen bleiben?

Für alle Züge im NRW-Nahverkehr gelten dieselben Beförderungsbestimmungen. Mitgenommen werden dürfen nur Gepäckstücke, die folgende Bedingungen erfüllen:

   • Sicherheit geht vor: Das Gepäckstück darf weder die Sicherheit noch die Organisation des Bahnbetriebs stören.
   • Taktvoller Umgang: Selbstverständlich dürfen andere Fahrgäste durch die Mitnahme des Gepäckstücks weder gefährdet noch belästigt werden.
   • Ordnung muss sein: Das Gepäckstück muss gut verstaut werden können, sodass es weder die Gänge noch die Sitzplätze blockiert.
   • No-Gos: Explosionsfähige, leicht entzündliche, radioaktive, übelriechende oder ätzende Stoffe sind grundsätzlich verboten.

Und was ist mit Tieren?

Hunde sollten im Zug immer kurz angeleint sein. Die Mitnahme kleinerer Haustiere ist in den meisten Fällen erlaubt, solange sie sich in geeigneten Transportboxen befinden und sich andere Fahrgäste nicht gestört fühlen. Und nicht vergessen: Sitzplätze sind ausschließlich für zweibeinige Passagiere vorgesehen.

Die Geschichte vom Schwein im Zug ist übrigens wirklich passiert. Einige Zeit ist dieser Vorfall zwar schon her, aber die betroffene Zugbegleiterin von National Express erinnert sich noch immer lebhaft an diese kuriose Begegnung. „Das Tier hat die Fahrt sichtlich genossen und war deutlich unkomplizierter als so mancher Fahrgast“, erzählt sie mit einem Augenzwinkern. Und weil das rosa Tierchen so gut erzogen war, durfte die Sau selbstverständlich mit Herrchen bis zur Endstation mitfahren.