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Mobilität der Zukunft vernetzt Verkehrsmittel

Mit dem PKW zur S-Bahn-Station fahren, aus der Bahn in den Bus umsteigen und dann mit dem Fahrrad ans Ziel gelangen – so sollen Menschen künftig über sogenannte Mobilstationen von A nach B gelangen. Mit Hilfe des Smartphones können die Verfügbarkeiten der Verkehrsmittel schnell und einfach gecheckt werden, ein „MultiTicket“ ermöglicht Nutzung und Abrechnung. Was derzeit noch weitestgehend Zukunftsmusik ist, kann schon bald Realität werden.

 Schon heute gibt es in NRW vereinzelt sogenannte Mobilstationen. Diese Knotenpunkte verknüpfen an einem Ort die Nutzung mehrerer Verkehrsmittel wie Bus und Bahn, Carsharing-PKWs oder Leihfahrräder. In Bielefeld beispielsweise können Reisende per Stadt- und Straßenbahnen die MoBiel Greenstation an der Haltestelle Sieker erreichen. Dort gibt es Haltestationen für Busse und Taxis, PKW-Parkplätze, Carsharing-Angebote und Abstellanlagen für Fahrräder. Darüber hinaus stehen vor Ort Lademöglichkeiten für Elektroautos und E-Bikes sowie eine Flüssiggas-Tankstelle zur Verfügung. Der Strombedarf wird über eine Photovoltaikanlage gedeckt, ein Kiosk bietet Erfrischungen an. Weitere Mobilstationen befinden sich in Köln, Essen, Mettingen und Erftstadt. Zudem haben viele NRW-Kommunen die Einrichtung von Mobilstationen geplant.

Mobilstationen für ganz NRW

 In der Zukunft soll das Konzept im gesamten Land ausgebaut werden. Mindestens zwei Verkehrsmittel sollen dabei verknüpft werden, ein einheitliches Erscheinungsbild erleichtert die Wiedererkennung. „An Mobilstationen, die flächendeckend in der Region vorhanden sind, stehen für die Kunden die verschiedenen Angebote zur Verfügung. Über ein Smartphone erfolgt die Reservierung. Die Nutzung und Abrechnung sind über nur ein Ticket möglich“, fasst Theo Jansen die Vision zusammen. Jansen ist Leiter der beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) angesiedelten Koordinierungsstelle Mobilitätsmanagement für das Rheinland und der Geschäftsstelle des Landesnetzwerkes Zukunftsnetz Mobilität NRW. Das Zukunftsnetzwerk Mobilität NRW überarbeitet zurzeit gemeinsam mit dem NRW-Verkehrsministerium das landesweite Design für Mobilstationen. Dieses wird den Kommunen ermöglichen, die Mobilstationen mit all ihren Komponenten sichtbarer zu machen.

Zukunftsnetz Mobilität NRW fördert Kommunen

Auf Initiative des Landes NRW unterstützt das Zukunftsnetz Mobilität NRW Kommunen bei der Entwicklung zukunftsfähiger Mobilitätskonzepte für die gesamte Bevölkerung in NRW. Dazu wurden vier regionale Koordinierungsstellen eingerichtet. Sie bieten den Kommunen Beratung, Vernetzung und Qualifizierung bei der Umsetzung eines nachhaltigen Mobilitätsmanagements. Die Koordinierungsstellen werden von verschiedenen Akteuren getragen: Für das Rheinland ist das der Verkehrsverbund Rhein-Sieg, für die Region Rhein-Ruhr der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, für die Region Westfalen die Westfälische Verkehrsgesellschaft und für Ostwestfalen-Lippe der Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter. „Natürlich sind bei dieser Entwicklung die Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen zentrale Partner der kommunalen Mobilitätsplanungen. So entstehen für den Kunden bezahlbare und attraktive Mobilitätsangebote“, sagt Jansen.

Weitere Informationen zum Zukunftsnetzwerk Mobilität NRW gibt es unter https://www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/

 

Bild: © moBiel GmbH