Neuer Halt fürs Klima

Pünktlich zum Start der UN-Klimakonferenz in Bonn wurde die neue Haltestelle „Bonn UN Campus“ fertiggestellt. Dadurch haben die Teilnehmer der Konferenz nun bessere Anreisemöglichkeiten zur COP 23.

Dass der neue Haltepunkt bereits seit dem 1. November in Betrieb ist, war zu Beginn der Bauarbeiten nicht geplant – ursprünglich war dafür erst der Fahrplanwechsel im Dezember 2017 vorgesehen. Um jedoch den Besuchern der Weltklimakonferenz, die vom 6. bis 17. November in Bonn stattfindet, eine optimale Anbindung an das Gelände zu ermöglichen, haben der Zweckverband Nahverkehr Rheinland und DB Station&Service die Arbeiten beschleunigt. Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, freut sich über den frühzeitigen Abschluss der Baumaßnahmen: „Unmittelbar nach Bekanntgabe des Konferenzortes Bonn hat sich die Stadt dafür eingesetzt, den Haltepunkt bereits zur COP 23 nutzen zu können. Dies ist gemeinsam mit dem Nahverkehr Rheinland und der Deutschen Bahn gelungen und dafür bin ich sehr dankbar!“ Auch nach der Weltklimakonferenz soll die Station „Bonn UN Campus“ Vorteile für Fahrgäste aus der Region mit sich bringen: Durch die Haltestelle verbessert sich zum einen die Schienenanbindung an das Bundesviertel, wovon künftig täglich rund 4.000 Berufspendler profitieren. Zum anderen entsteht eine klimafreundliche Verkehrsanbindung für Bonner aus den angrenzenden Wohngebieten.

„Karlsruher Modell“

Im Rahmen des „Deutschlandtags des Nahverkehrs“, der einen Tag vor Beginn der Weltklimakonferenz in Bonn stattfand, machte bereits kurz nach Inbetriebnahme der Haltestelle „Bonn UN Campus“ ein innovatives Verkehrsmittel an der neuen Station Halt: eine Zweisystem-Stadtbahn aus Karlsruhe. Das TramTrain-Modell basiert auf der Idee, dass umgebaute Stadtbahnwagen sowohl auf dem innerstädtischen Stromnetz, als auch auf den Eisenbahngleisen der Region verkehren können. Mit dieser Zweisystem-Stadtbahn fuhren rund 100 geladene Gäste vom Karlsruher Hauptbahnhof nach Bonn zur UN-Klimakonferenz, um so auf die Vorzüge des Modells sowie auf die Bedeutung des öffentlichen Verkehrs für die Mobilität im Land aufmerksam zu machen.

Nähere Informationen zur UN-Klimakonferenz: www.cop23.de