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Papierlos unterwegs: So funktionieren digitale Tickets

Digitale Tickets werden immer beliebter. Denn die Technik bietet jede Menge Komfort. So könnt ihr viele Tickets bequem auf dem heimischen Sofa oder ganz spontan unterwegs kaufen. Wie das funktioniert? Wir erklären Verfahren, Unterschiede zwischen Online- und Handy-Tickets und die Historie des digitalen Ticketings.

Online-Tickets

Online-Tickets für Bus und Bahn gibt es schon fast seit 20 Jahren. Damals waren sie „nur“ via Computer erhältlich. Kunden mussten einen Webshop bzw. Online-Ticketshop besuchen und den dort gekauften Fahrschein als PDF-Dokument auf Papier ausdrucken. Inzwischen kann das PDF bei den meisten Anbietern auch auf einem Tablet oder einem Smartphone gespeichert werden. Bezahlt wird das Online-Ticket über die im e-Commerce üblichen Zahlungswege, zumeist mit Kreditkarte, über Services wie Paypal und teilweise auch per Lastschriftverfahren.

Handy-Tickets

Handy-Tickets sind immer an eine mobile Anwendung gebunden, zum Beispiel an den DB Navigator, die Apps der Verkehrsverbünde Rhein-Ruhr (VRR) und Rhein-Sieg (VRS) oder einzelne Apps wie easy.Go der Bonner Stadtwerke. Viele Verkehrsverbünde und -unternehmen in NRW nutzen dabei das System „HandyTicket Deutschland“, koordiniert durch den Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Wer sich hier registriert, kann nicht nur bei seinem Verkehrsunternehmen, sondern auch bei vielen anderen teilnehmenden Nahverkehrsanbietern deutschlandweit mobile Tickets erwerben.

Im Unterschied zum Online-Ticket müssen sich Handy-Ticket-Kunden bei den meisten Anbietern vorher online registrieren. Bei einigen Apps können Tickets auch ohne Registrierung erworben und dann über die Kreditkarte oder über die Mobilfunkrechnung bezahlt werden. Allerdings verlangen Mobilfunkanbieter für die Abrechnung häufig eine Servicegebühr, die sich mit bis zu 20 Prozent auf den Ticketpreis niederschlägt.

Welches Ticket ist für mich geeignet?

Wer in Eile ist, schnell einen Fahrschein braucht, kein Kleingeld hat und sich nicht in die Warteschlange am Ticketautomaten einreihen will, der sollte ein Handy-Ticket nutzen. Das geht schnell und ist bis wenige Minuten vor Abfahrt des Zuges möglich. Allerdings gelten Handy-Tickets nur zum sofortigen Fahrtantritt. Wer seine Fahrt lieber vorbereitet oder Altbewährtes bevorzugt, reist mit einem (ausgedruckten) Online-Ticket.

 

Fotos: © Tyler Olson / Adobe Stock & methaphum / Adobe Stock