Der Streckenagent: Im Geheimdienst Ihrer Mobilität

Durch digitale Angebote wie den Streckenagenten erhalten Fahrgäste Störungsmeldungen in Echtzeit. Manfred Windau, Leiter der Fahrgastkommunikation bei DB Regio NRW, tüftelt gemeinsam mit seinem Team ständig an Innovationen, die das Reisen mit dem NRW-Nahverkehr noch einfacher machen.

Ganz so fantastisch wie die Gadgets des MI6-Forschers Q sind die Entwicklungen des Kundendialog-Teams um Manfred Windau zwar nicht, doch seine Streckenagent-App observiert täglich die Linien der DB Regio NRW in James Bond-Manier. Pendler und Reisende in Nordrhein-Westfalen informiert der Streckenagent über Störungen, Ersatzverkehr und Alternativrouten per Push-Nachricht. Über welche Strecken, welche Züge, an welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten die Fahrgäste informiert werden wollen, können sie in der App genau festlegen.

 

Verstärkte Zusammenarbeit

Um die Informationsflut aus den Tausenden täglich in NRW verkehrenden Nahverkehrszügen von DB Regio kundengerecht zu kanalisieren und direkt mit den Empfehlungen aus der Transportleitung zu verzahnen, aktualisieren vier Mitarbeiter zwischen 6 und 22 Uhr den Streckenagenten, den Twitter-Account der DB Regio NRW sowie den WhatsApp-Infodienst. Bisher deckt der Streckenagent zwar nur die roten DB Regio-Züge ab, doch schon bald könnten auch Echtzeitdaten weiterer Verkehrsunternehmen in den Dienst einfließen. „Wir möchten verstärkt mit den Verkehrsverbünden und Verkehrsunternehmen im Land zusammenarbeiten, um künftig auch über Verzögerungen von Bussen, U- und Straßenbahnen sowie Regionalbahnen anderer Anbieter informieren zu können“, sagt Windau. Schließlich nutze der Fahrgast oftmals mehrere Verkehrsträger, um von A nach B zu gelangen. „Da liegt es auf der Hand, den Streckenagenten perspektivisch auch branchenweit auszubauen.“

 

Know-how für die Zukunft

Noch vor gut 25 Jahren fuhr Windau von Büro zu Büro seiner Firmenkunden – immer mit dabei: ein Stapel Disketten mit dem aktuellen Fahrplan, den er auf den Rechnern seiner Kunden installierte. Was heute „retro“ klingen mag, war damals innovativ. „Am Sprung vom statischen Fahrplan hin zur Weitergabe von Echtzeitdaten an den Kunden lässt sich der digitale Wandel deutlich ablesen“, erklärt Windau. Mittlerweile ist die Online-Auskunft der Bahn zwar für sämtliche Endgeräte inklusive der Apple Watch erhältlich, für Manfred Windau ist die Digitalisierung der Fahrgastkommunikation aber noch lange nicht abgeschlossen. Gemeinsam mit seinem Team arbeitet der Leiter bereits an der nächsten Entwicklung: In naher Zukunft sollen Kunden über den „DB Navigator“ jedes in NRW erhältliche Ticket kaufen und alle NRW-relevanten Informationen abrufen können. Tickets sollen dann auf dem Smartphone verfügbar sein und müssen nicht mehr am Automaten gedruckt werden.

 

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