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Zukunftsfähige Mobilität in NRW

Gemeinsam die Mobilität von morgen gestalten – dieses Ziel hat sich das vom NRW-Verkehrsministerium ins Leben gerufene „Bündnis für Mobilität“ gesetzt. Wir haben mit Stephan Heuschen, Referatsleiter im Ministerium für Verkehr des Landes NRW, über die Herausforderungen und Lösungsansätze gesprochen.

Ein Portrait von Stephan Heuschen, Referatsleiter im Ministerium für Verkehr des Landes NRW.

© Simon Bierwald/INDEED Photography

Was sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen der Mobilität in NRW – insbesondere in Bezug auf den Öffentlichen Personenverkehr und die Schieneninfrastruktur?

Heuschen: Staus und Verspätungen gehören inzwischen oft zum leidvollen Alltag für Pendler, Reisende und Unternehmen. Das „Bündnis für Mobilität“ will dabei helfen, Auswege aus diesem Dilemma zu finden. Dazu gehört es, mehr Akzeptanz in der Bevölkerung für große Infrastrukturprojekte zu schaffen. Das gilt für Straße und Schiene gleichermaßen. Eine moderne Verkehrspolitik muss heute aber auch die Chancen der Digitalisierung nutzen – vor allem für die Nutzer von Bussen und Bahnen, deren Bedürfnisse im Vordergrund stehen müssen.

Auf welche Weise will das Bündnis für Mobilität dabei helfen, diese Herausforderungen zu meistern?

Heuschen: Wir können als „Bündnis für Mobilität“ nicht alle Verkehrsprobleme lösen oder von Düsseldorf aus vorgeben, wie sie vor Ort zu lösen sind. Wir können Impulse und Hilfen für lokale und regionale Mobilitätsbündnisse geben, einzelne Modellprojekte auswählen und begleitend finanzieren. Ein prominentes Beispiel ist der Ausbau des S-Bahn-Knotens Köln. Wir verstehen uns als landesweite Plattform, als Initiator für Netzwerke und als Forum für den Austausch von Wissen und Wissenschaft.

Welche konkreten Ansätze gibt es?  

Heuschen: Seit unserer Gründung im Februar ist die Zahl der Bündnispartner von rund 50 auf 70 gestiegen. Landesweit gibt es inzwischen 14 Bündnisprojekte. Mit einer ständig wachsenden Website bieten wir Partnern und der Öffentlichkeit die Gelegenheit zur umfassenden Information über die laufende Projektarbeit. Mit einem großen Kongress im Sommer haben wir zunächst den Infrastrukturausbau intensiv beleuchtet. Weitere Veranstaltungen zu anderen Themen werden folgen.

Die Gründung des Bündnisses ist jetzt gut ein halbes Jahr her. Welches Fazit ziehen Sie bis dato? 

Heuschen: Für ein Fazit ist es wohl noch zu früh, wir haben gerade die Gründungs- und Aufbauphase erfolgreich hinter uns. Neben der Infrastruktur werden wir uns nun intensiv um die Bereiche Digitalisierung und Vernetzung kümmern und darstellen, welche Lösungen und Ansätze es zu diesen Themen bereits in Wissenschaft, Wirtschaft oder im täglichen Einsatz hier und anderswo gibt. Gerade im Bereich Digitalisierung gibt es noch viel Potenzial. Wir wollen, dass Nordrhein-Westfalen besser vorankommt, der Verkehr im Land flüssiger, zügiger, komfortabler und einfacher wird. Moderne Mobilität muss vom Nutzer her gedacht werden, auf der Straße, aber gerade auch für Nutzer von Bussen und Bahnen.

Über das „Bündnis für Mobilität

Das vom Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufene Bündnis bringt Akteure aus Politik, öffentlicher Hand, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Verkehrsbranche zusammen. Unter dem Slogan #vorankommenNRW wollen die Bündnispartner die Bedeutung einer funktionierenden, zukunftsorientierten Mobilität stärker im Bewusstsein der Gesellschaft verankern und durch eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung mehr Akzeptanz für Infrastrukturprojekte schaffen.

Mehr Infos gibt es unter http://www.bündnis-für-mobilität.nrw.de/

 

Bilder: © Bündnis für Mobilität, Simon Bierwald/INDEED Photography